Energiepolitik

Energiepolitik | Montag, 16.04.2012

Strompreise: E.on-Chef schlägt Zuschüsse für Arme vor

Angesichts gestiegener Strompreise hat der Chef des größten deutschen Energiekonzerns E.on, Johannes Teyssen, staatliche Zuschüsse für Geringverdiener ins Gespräch gebracht. Die Energiewende dürfe Strom nicht zum Luxusgut machen, sagte Teyssen der Bild-Zeitung. Kritik, die Energiekonzerne hätten die Strompreise in den vergangenen Jahren deutlich angehoben, wies der E.on-Chef zurück. „Die Preise sind in den letzten Jahren nicht übermäßig stark gestiegen.“ Vielmehr sei es der Anteil an staatlichen Abgaben, der mittlerweile rund 45 Prozent des Strompreises ausmacht, welcher den kontinuierlichen Preisstieg mitbestimmen würde und für alle Stromanbieter gleichermaßen gilt. Teyssen zählt auf das Verständnis vieler Stromkunden, „dass die erneuerbaren Energien nicht umsonst den Weg in den Markt finden, sondern auch über den Strompreis finanziert werden müssen“.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen hatte unlängst den Stromproduzenten vorgeworfen, die Energiewende zu unterlaufen. Der steigende Strompreis hätte nichts mit der Energiewende zu tun, die Konzerne würden ihre Erhöhungen zum Teil falsch begründen. Stromtarife zu vergleichen lohnt sich heute also mehr denn je. Es empfiehlt sich für jeden Stromkunden, mit einem Stromvergleichsrechner sein mögliches Einsparpotential zu ermitteln.

 
 

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