Änderungen bei Förderung von Sonnenenergie – Einschnitte bei der Solarförderung wahrscheinlich
Umweltbewusste Hausbesitzer und die deutsche Solar-Industrie müssen sich auf deutliche Änderungen einstellen. Nach den Plänen der Bundesregierung soll die Förderung neuer Solaranlagen ab April gekürzt werden.
Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) will das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien (EEG) ändern: Wer eine Sonnenenergie-Anlage besitzt und den gewonnenen Ökostrom in das deutsche Stromnetz einspeist, wird dafür vom Staat gefördert. Bereits zu Beginn des Jahres 2010 wurde diese Einspeisevergütung um rund zehn Prozent auf 39 Cent je Kilowattstunde verringert. Der neue Gesetzesvorschlag sieht eine weitere Reduktion um 15 Prozent vor. Die neue Regelung soll ab dem 1. April für Dachanlagen und ab dem 1. Juli für Anlagen auf Freiflächen gelten.
Womit begründet die Bundesregierung die weitere Kürzung der Subventionen für Sonnenenergie? „Der Abbau der Subventionierung ist Ausdruck des Erfolgs der Photovoltaik“, so wird Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) in Medienberichten zitiert. Ohne Zweifel ist Deutschland ein Pionier bei der Sonnenenergie, doch gerade mal ein Prozent beträgt der Beitrag der Sonnenenergie zur gesamten Stromproduktion der Bundesrepublik. Dagegen haben andere Quellen für alternative Energie, z.B. aus Wasserkraft oder Windenergie einen deutlich höheren Stellenwert.
Umweltverbände kritisieren die Änderungen: Laut dem Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW) könne die Kürzung der Subventionen das „Aus für den europäischen Produktionsstandort“ bedeuten. Zahlreiche Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Auch Hermann Scheer, SPD-Energieexperte und Träger des alternativen Nobelpreises, kritisiert die Vorschläge der Regierung.
Zuletzt hatte die Subventionierung für Strom aus Erneuerbaren Energien eine hohe Nachfrage nach Solaranlagen ausgelöst. Die derzeit diskutierten Änderungen sollen aber nur die Einspeisevergütung betreffen. Wer den Ökostrom in seinem Haushalt selbst nutzt, um Energiekosten zu sparen, soll weiterhin die gleiche Förderung erhalten.
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