Großbritannien will mehr alternative Energie

Vor der britischen Küste soll die weltgrößte Meeres-Windenergie-Anlage zur Stromerzeugung entstehen. Das Liegenschaftsamt „Crown Estate“ vergab die Baurechte für neun Ökostrom-Projekte. Insgesamt 18 Unternehmen und Konsortien, darunter auch deutsche Konzerne, beteiligen sich am gewaltigen Ökostrom-Projekt.

Neun Offshore-Windparks sollen vor der britischen Küste mit einer Gesamtkapazität von rund 32 Gigawatt entstehen. Damit macht die Stromversorgung in Großbritannien einen großen Schritt in Richtung Erneuerbare Energie. Die größte Windfarm soll an der Doggerbank entstehen. Das Areal der Doggerbank fasst 8600 Quadratkilometer und ist damit halb so groß wie das Bundesland Schleswig-Holstein.

Laut der britischen Regierung sollen bis 2020 rund 5000 Windenergie-Anlagen vor der Küste des Landes installiert werden. Die Baukosten der neuen Windparks werden bislang auf 90 Milliarden Euro beziffert. Windenergie auf hoher See ist eine der teuersten Formen alternativen Energien.

Nichts desto trotz setzt Großbritannien zur energiepolitischen Aufholjagd an: Kein anderes Land investiert so stark in maritime Windenergien. Bisher zählt das Land, was erneuerbare Energien anbelangt, zu den Schlusslichtern in Europa. Nur 2 Prozent des Energiebedarfs wurden in den vergangenen Jahren durch Windenergie, Wasserkraft, Sonnenenergie und Biomasse abgedeckt. Die geplanten Investitionen in alternative Formen der Energieerzeugung sind zwingend erforderlich, da zahlreiche alte Kohlekraftwerke in den kommenden Jahren vom Netz gehen werden. Das ehrgeizige Ziel: Bis zum Jahr 2020 soll ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs von Großbritannien durch Ökostrom aus Windenergie abgedeckt werden.

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